Ein Weg durchs Labyrinth

Ein Mensch ist immer das Opfer seiner Wahrheiten.
-Albert Camus


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Spieluhr

Ruhelos gehe ich weiter und weiter, ohne Halt auf dem Weg zum Ursprung der Melodie. Fuß für Fuß, Schritt für Schritt, Stein für Stein, Stock für Stock. Es ist strapazierend, ganz gewiss, doch rasten mag ich nicht.

 

Jeder weitere Schritt zehrt einen Faden, doch zu gleich schaffen Gedanken neue Triebe, die sich zu verlieren drohen. Gerne schaue ich ihnen zu, doch darf ich mich nicht ablenken lassen und muss mich völlig auf den Weg konzentrieren. Unachtsamkeit, das sah Vernunft nicht gerne. Drum folge ich brav und treu.

 

Viele Schöne Blumen erstrecken sich nach mir und versuchen zu verlocken, doch ich widerstehe mit dem Ziel vor Augen. So sehr sie nach mir greifen, sie sich nach mir sehnen, ich kann sie weder sehen noch hören. Traurig bin ich nicht – ich habe mein Ziel vor Augen.

 

Langsam bewege ich mich und doch ganz schnell. Ich achte auf jeden Schritt und kann ihn doch nicht kontrollieren. Ich schaue zu, von oben herab, wie ich Schritt für Schritt den Weg passiere. Die Fäden lenken mich, ich vertraue ihnen und folge gerne ihrem Willen. Ich nehme ihren, sie den meinen.

 

Nah, ganz nah bin ich nun. Nur eine Station auf meiner langen Reise – die erste, doch nicht die letzte. Ich horche – und höre nichts. Ich rieche – und rieche nichts. Ich sehe – und…sehe sie.             

 

Dort steht sie stolz und unbefleckt und spinnt des Lebens zarte Fäden. Ihre Melodie erklingt in meinen Ohren – eisern und doch herzlich. Ich höre ihre Stimme. Sie ist es, die mich vorantreibt.                      

Langsam dreht sie sich. Langsam, ganz sachte. Ein Stückchen Hoffnung auf dem weiten Felde.

 

Ich habe sie gefunden.

 

Doch rasten darf ich nicht.

 

Weiter, immer weiter.  Sie lässt mich nicht ruhen, meine Spieluhr.

22.10.08 20:14
 


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